22.03.2016

Das hätte aber da sein müssen….

Erst neulich war es wieder in einer Kick-off Veranstaltung zu erfahren: Im Vorfeld waren der Ablauf und die Aufgabenverteilung exakt besprochen. Wir hatten mit Pufferzeit kalkuliert, um im Aufbau Unvorhergesehenes bewältigen zu können. Es ist 1,5 Stunden vor Beginn, der Konferenzsaal ist bereits offen und die Bestuhlung ist ganz anders hergerichtet bzw. die Bestuhlung ist nicht hergerichtet, sondern die Tische wurden an die Stirnenden des Saales geschoben und Bewegungsfläche für die knapp 60 Führungskräfte war damit nicht vorhanden. Der Hausdienst war leider nicht zur Unterstützung erreichbar, also mit den ersten eintreffenden Führungskräften zusammen angepackt, die Tische abgebaut (sie waren recht einfach zusammenzuklappen), die Stühle gerückt und damit doch noch rechtzeitig fertig geworden. Doch nein, jetzt stellte sich heraus, dass der Beamer nicht funktionsfähig war… und in der Kaffeepause lagen zwar die Brezeln in Tüten bereit, doch die vereinbarte Kaffeepause inklusive des Servicepersonals war nicht zu entdecken…

In der Reflexion mit dem Kunden hat sich ergeben, dass alle Aufgaben ordnungsgemäß veranlasst waren: Beim Hausmeister war die Bestuhlung bestellt, bei der Haustechnik die Projektion, über die Beschaffungsstelle die Kaffeepause usw. Schade war nur, dass der Kollege, der diese Bestellungen veranlasst hatte, bei der Veranstaltung selbst nicht anwesend war und für die Umsetzung seiner Bestellungen in der Situation keine Verantwortung übernehmen bzw. eine Nachbesserung veranlassen konnte. Und damit war auch eine Arbeitshypothese entstanden, an welcher Entwicklungsschwelle diese Firma im Moment stehen könnte: Geht es darum Aufgaben und Tätigkeiten zu erfüllen oder Wirkung im Sinne des Unternehmenszieles zu erreichen? Sehe ich mich als ausführendes Rädchen im Getriebe oder als Mitgestalter/-in des Outputs?

Klar ist, dass in unserem eigenen Team solche Phänomene natürlich nie vorkommen ;-)…

Mich hat es begeistert, die Faszination in den Augen der Teammitglieder zu sehen, die Chance auf Mitgestaltung ergreifen zu können.

Genießen Sie die Osterfeiertage! Stephan Teuber


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