18.10.2016

Führung 4.0: Umgang mit Komplexität

Aufgrund der Komplexität der zahlreichen Informationen, scheint die Informationslage in meinem Team unklar zu sein. Meine Aufgabe als Führungskraft: Zur Klarheit beizutragen!

Eine typische Illusion: Klarheit als Zustand zu sehen, den es zu erreichen gilt. Das wird nur für kurze Momente gelingen können. Klarheit ist eher ein rollierendes Ziel, das sich laufend von mir entfernt und dem es hinterherzueilen bzw. an dem es fortlaufend zu arbeiten gilt.

Klarheit benötigt einen Referenzpunkt: „In Bezug auf was bin ich klar?“ Bei dieser Gelegenheit rückt das Thema Visionen wieder in den Blickpunkt. Visionen stellen in komplexen Handlungssituationen einen möglichen Referenzpunkt oder eher Möglichkeitsraum dar, an dem ich mein eher vorantastendes Handeln ausrichten kann. Nähere ich mich mit den nächsten 2-3 Schritten meinem Referenzpunkt bzw. unserer Vision oder entferne ich mich davon?

Da ich sozusagen „nur auf Sicht“ mit meinem Team fahren kann, gilt es das Team als agiles und schnell reagierendes System aufzustellen. Alle Beteiligten sollten über Informationen zum aktuellen Stand der gemeinsamen Bemühungen verfügen. Nur dann haben auch die Teammitglieder eine Chance, die Komplexität der Situation produktiv und nicht nur im Stressmodus zu bearbeiten. Und jede Entscheidung sollte auf ihre Umkehrbarkeit hin überprüft werden. Im Team sollte Klarheit darüber herrschen, wie die Kriterien genau lauten, die zum Abbruch der bisherigen Lösungsstrategie und dem Umschwenken auf Plan B führen. Und idealerweise wurde der Aufwand für dieses Abbrechen und Umschwenken während der Entscheidung für Plan A bedacht, sodass dem Team in der Umschwenksituation selbst das Abwägen, Abschätzen und Kalkulieren erspart bleibt.


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