10.05.2016

Man erkennt, was einem bekannt ist

Gottseidank verfügen wir über die Fähigkeiten, aus einer recht unsortierten Informationsflut das Wesentliche zu identifizieren. Ein schönes Beispiel dazu:

Woertersalat Quelle: Dieter Lange: Sieger erkennt man am Start – Verlierer auch. Berlin 2010, S. 312.

Nur schade, dass das auch für Informationen gilt, die für uns wenig vertraut sind. Wir versuchen automatisch darin bereits Bekanntes zu identifizieren und verpassen damit ab und zu das wirklich Neue daran.

Nach meiner Erfahrung kann ich mit zwei Mindsets an Informationen herangehen, die meine Lernkurve entscheidend beeinflussen:

  1. Ich versuche in den vorliegenden Informationen alles zu identifizieren, was mir eventuell vertraut oder bekannt ist. Wirkung auf meine Lerngeschwindigkeit: eher bremsend, da das wirkliche Neue erst im zweiten Schritt eine Chance bekommt, verarbeitet zu werden.
  2. Ich versuche in den vorliegenden Informationen das zu identifizieren, was mir wenig vertraut oder unbekannt ist. Wirkung auf meine Lerngeschwindigkeit: wie ein Turbolader. Ich sollte dann nur im zweiten Schritt darauf schauen, wie ich es mit Bekanntem ins Verhältnis setze – ohne zu rasche Gleichsetzungen zu forcieren.

Viel Spaß bei den Lernerfahrungen!


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