01.09.2015

Wie wichtig ist eigentlich Bezahlung?

Immer wieder höre ich: „Gute Bezahlung bindet Mitarbeiter ans Unternehmen.“ Mit Herzberg gesprochen würde das bedeuten, dass Bezahlung einen Motivator darstellen würde; ein klassischer Denkfehler.

Bezahlung ist mit Herzberg gesprochen vielmehr ein klassischer Hygienefaktor. Ist sie zu niedrig, dann verhindert sie, dass Motivation entsteht; eine wesentliche Steigerung der Bezahlung steigert nicht im gleichen Ausmaß die Motivation.

Eine Langzeitstudie am Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften der Fachhochschule Köln hat dies wieder einmal bestätigt: „Sinnvolle Arbeit ist vielen wichtiger als die Bezahlung.“

Es wurden dabei 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 30 mittelständischen deutschen Unternehmen über einen Zeitraum von sieben Jahren befragt. „Die Hitliste der Zufriedenheitsfaktoren wird dabei von einer angemessenen Tätigkeit, die sinnstiftend und abwechslungsreich ist, angeführt. Rund 70 Prozent der Beschäftigten in Wirtschafts- und Non-Profit-Unternehmen nennen diese als wichtigstes Merkmal der Zufriedenheit im Beruf.“ (Ernst, 2015). Es scheint also kein besonderes Kennzeichen der Generation Y sondern ein allgemeines Phänomen zu sein, dass Arbeit Sinn stiften muss.

Interessant waren auch noch die Störfaktoren wie Abteilungsegoismus und Angst vor Arbeitsplatzverlust. Doch lesen Sie selbst die Pressemitteilung „Sinnvolle Arbeit ist vielen wichtiger als die Bezahlung“ der Fachhochschule Köln!


Kommentieren

  • Kategorien

  • Blog via E-Mail abonnieren

    Geben Sie ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.