…es kann doch so einfach gehen…

…es kann doch so einfach gehen…

24 Work Hacks von Tim Mois und Corinna Baldauf

24 Work Hacks von Tim Mois und Corinna Baldauf

Sipgate hat lange Entwicklungszeiten für diese Work Hacks gebraucht. Eigentlich sind sie einfach zu übernehmen. Doch die Unternehmenskultur entscheidet.

Tim Mois als einer der Gründer von Sipgate und Corinna Baldauf, eine Sipgate-Mitarbeiterin, stellen auf nur 56 Seiten 24 Erfahrungswerte dar, wie sie sich bei Sipgate das Arbeitsleben vereinfachen. Doch Achtung: es genügt nicht, die Dinge einfach zu imitieren! Die Autoren weisen in ihrem Vorwort ausdrücklich darauf hin: „Kicker sind doof“.

Tools reichen nicht, es geht um einen Kulturwandel

„Für einen Kulturwandel muss man ein bisschen mehr investieren als einige hundert Euro in ein Spielgerät“, gemeint ist der Tischkicker. Den Autoren geht es darum, den Denkansatz rings um Agilität, Scrum, Toyota… in der ganzen Organisation zu verankern. Die Work Hacks sind dann ein Ausdruck dieser Unternehmenskultur. Auch in der Sprache, wie die einzelnen Work Hacks beschrieben werden, kommt das Thema Unternehmenskultur sowie entspannter, aber ernsthafter Umgang miteinander deutlich zum Ausdruck.

Ja, es geht wirklich kurz und einfach – das Entscheidende ist das in Übung bleiben

Auf den ersten Blick wirkt das Buch wie ein Bilderbuch für Erwachsene mit Kurzgeschichten – und das soll mir einen Erkenntniswert bringen? Ja, denn ausführlich beschrieben finden sich die 24 Work Hacks sicherlich schon in Grundlagenliteratur zu Scrum, Agilität oder im Toyota-Produktionssystem. Mich reizt gerade die knappe und gut visualisierte Form. Z.B. beim Tipp Nr. 6: Pairing – Schon alleine die beiden Fotos in der Rückansicht und Vorderansicht, wie es aussehen kann, wenn drei Personen gleichzeitig an einem Rechner arbeiten und programmieren, erklärt das Pairing fast von selbst. Für Unerfahrene mag das auf den ersten Blick so aussehen, als ob zwei von den drei Mitarbeitern/-innen nichts zu tun haben. Das ist mir selbst bei den Kollegen/-innen in unserer Abrechnung so gegangen, als ich die ersten Male „Pairing“ von der Ferne gesichtet habe. Der kurze Text auf einer Seite klärt die wesentlichen Grundzüge. Wer vertieft ins Thema einsteigen will, um es auf die eigene Organisation anzuwenden, ist mit den Literaturhinweisen am Ende bestens versorgt.

Zu viel Eigenmarketing? Nein, eher Authentizität

Auf den ersten Blick strotzt das Büchlein vor Eigenmarketing. Das mag manchem zu viel sein. Für mich illustrieren auch diese Teile (z.B. Tipp 23. „offenes Haus“) die Unternehmenskultur sehr schön und regen mich an, wie wir mit unseren Büroräumen umgehen. Zusätzlich könnte man auch die Frage stellen, warum Eigenmarketing für ein gut funktionierendes Produkt nicht o.k. sein sollte. Doch das wäre ein anderes Thema…

Mein Fazit

In 20 Minuten Lesezeit reichlich Anregungen für die eigene Kreativität. Das Büchlein steht bei mir griffbereit, damit ich mich in ruhigen Minuten immer wieder davon anregen lassen kann.

 

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