Positive Psychologie – Grundlagenwerk mit guten Praxisanregungen

Positive Psychologie – Grundlagenwerk mit guten Praxisanregungen

Die zweite überarbeitete Auflage des deutschsprachigen Übersichtswerkes zur Positiven Psychologie lässt nach der gelungenen ersten Auflage viel erwarten – und Daniela Blickhan löst die Erwartungen voll und ganz ein!

Hilfe beim Überblick

Der Autorin des Buchs positive Psychologie gelingt es in hervorragender Weise den Überblick über das weit gespannte Feld und angrenzender Themenbereiche herzustellen. Sie scheut sich nicht, eine Vielzahl von Einzelstudien so aufzuarbeiten, dass der Leser einen guten Überblick erhält. Hier seien nur die Begriffe Glück, Wohlbefinden, Salutogenese, Flourishing und Resilienz genannt. Man merkt der Autorin ihre sicherlich umfangreiche Recherchearbeit im Kontext ihrer Dissertation auf angenehme Weise an.

Gute Konzeptdarstellung verbunden mit persönlichem Transfer

Dankenswerterweise hat Blickhan nicht nur die Aufgabe der Konzeptdarstellung für sich ernst genommen; sondern sie gibt – ganz offensichtlich aus ihrer umfangreichen Trainings- und Beratungserfahrung heraus – zahlreiche Hinweise auf den Transfer auf die persönliche Situation. Damit lädt sie in der Lektüre zum Innehalten ein und stärkt die Wahrscheinlichkeit, dass ich durch das Lesen sowohl intellektuell bereichert wie auch alltagspragmatisch unterstützt bin.

Persönliche Visualisierungen

Bei einem solch umfangreichen Werk eher selten ist, dass sich die Autorin mit ihrem ganz persönlichen Stil in der Visualisierung einbringt. Sie nutzt die Darstellung am Flip-Chart, um wesentliche Wissensinhalte nicht nur textlich, sondern auch visuell anzubieten. Mir gefällt dieser leichte und spielerische Stil, der nicht zu verspielt wirkt, sehr gut. Mich hat er auch dazu angeregt, im eigenen Alltag Konzepte und Wissensinhalte in diesem Stil zu scribbeln.

Positive Psychologie 2.0

Im abschließenden Kapitel denkt die Autorin Positive Psychologie unter dem Label 2.0 weiter. Sie plädiert dabei für die Perspektive von Kashdan und Biswas-Diener: „hören Sie auf, Ihre inneren Zustände als gut oder schlecht oder positiv oder negativ zu benennen, und beginnen Sie damit, sie als mehr oder weniger nützlich für eine bestimmte Situation zu betrachten“ … „Statt dem nachzugeben, was Sie sein sollten, erlauben Sie sich, ganz zu werden und gut zu leben“ (S. 352). Für mich eine spannende Frage, wie ich das z.B. auf Mitarbeiterführung übertragen könnte. Aber vielleicht erscheinen dazu ja noch entsprechende Fachbeiträge der Autorin.

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