Teamkultur entwickeln

Teamkultur entwickeln

reichhaltiger Methodenstrauß bewährter Verfahren…

Teamkultur entwickeln folgt einer eindeutigen Zielsetzung

Axel Schweickhardt (Autor) möchte in seinem Taschenbuch „Teamkultur entwickeln“, Wege aufzeigen, „wie Sie in Teams nicht nur reaktiv Probleme bewältigen, sondern vielmehr proaktiv eine Kultur entstehen lassen, in deren Zentrum der Erfolg steht“ (S. 8).

Dazu widmet er sich zu Beginn bekannten Fragen wie was…

  • ist ein Team?
  • ist Kultur?
  • versteht man unter Gruppendynamik?
  • sind die fünf Hebel der Teamentwicklung? und
  • welche Phasen gibt es in der Teamentwicklung?

Im zweiten Kapitel geht er auf Optionen der Analyse der Teamkultur ein. Seine Grundidee: „auf ein Wechselspiel zwischen Maßnahmen und Analyse folgt ein agiles Führen in der Veränderung“ (S. 41). Eine kleine kritische Anmerkung meinerseits dazu: Wenn ich das Thema Agilität richtig verstanden habe, wird es genau in den Situationen spannend, in denen ich nicht mehr ausreichend die Chance habe, auf gewohnte Analysetechniken zurückzugreifen (vgl. die Diskussion um die VUCA-World).
Die vorgestellten Analysetools entsprechen aber eher dem Ursache-Wirkung-Mindset. Hier hätten mich Tools der Teamwahrnehmung interessiert, die tatsächlich aus dem agilen Umfeld entstammen!

5 Phasen im Kulturchange, Veränderungsprozesse

Den Kulturchange im Team mit fünf Stufen von Analyse, Nutzen, Planung, Selbstreflexion und Kommunikation zu gestalten entstammt ebenfalls diesem Ursache-Wirkung-Mindset. Hier hätte ich mir Hinweise auf Methoden aus der agilen oder leanen Veränderungsarbeit gut vorstellen können.

Im vierten Kapitel beschreibt der Autor, wie der Veränderungsprozess im Team so geschmeidig wie möglich gestaltet werden kann und greift dazu auf das Haus der Veränderung von Rohm zurück. Ein typisches Changephänomen dabei: das Auftreten von Widerständen und der gekonnte Umgang mit Einwänden.

Fazit

Mein durchwachsener Gesamteindruck der 120 Seiten: sie bieten einen guten Überblick für den schnellen Leser über Verfahren zur Teamentwicklung. Aktuelle Ansätze wie z.B. Agilität integriert der Autor leider nicht wirklich. Und warum er zur Begründung seiner Vorgehensweise im Vorwort ein Kollegen- oder Führungskräftebashing „Teamentwicklung ist auch heute noch vorrangig punktuell und problemorientiert“ (S. 9) durchführt, erschließt sich mir nicht. Wie immer hilfreich: die Angebot der digitalen Handouts.

Das Buch können Sie hier kaufen.

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