17.02.2015

Dienstweg versus Hierarchien überspringen?

Wann ist es gut, den Dienstweg im Sinne robuster Reportingwege einzuhalten? Wann ist es geradezu notwendig, diesen zu überspringen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden? Was kann ich als Führungskraft tun, um meinen Mitarbeitern/-innen beim Umgang mit dieser Problematik passende Unterstützung zu geben? Dienstweg versus Hierarchien überspringen? Die Frage ist nicht final zu beantworten.

Stephan Meyer, ein reflektionsfreudiger Beraterkollege hat dieses Thema in seinem Blog lesenswert entfaltet: Der Dienstweg ist der Holzweg!

Im Anschluss an seine Gedanken fand ich die Überlegungen des Deutschlandvorstandes aus einem DAX-Konzern im Rahmen einer Change Management-Beratung umso bemerkenswerter.

Die Fragestellung: Wie können wir als Vorstand für die Mitarbeiter/-innen leichter ansprechbar sein? Der Weg über das Vorstandssekretariat zu einem Termin mit fester Agenda ist für Themen, die im Entstehen begriffen sind, wohl nicht der leichteste. Wir brauchen „niedrigschwelligere“ Kontaktangebote.

Die Lösung: der Vorstand hat sich angewöhnt am späten Vormittag (gegen elf Uhr) eine Tasse Kaffee bzw. Tee am übernächsten (in Relation zum Vorstandbüro) Getränkespender selbst zu holen. Spätestens nach einer Woche hatte sich diese Gewohnheit in der Belegschaft rumgesprochen. Der Vorstand wird seither auf diesem fast schon ritualisierten Weg zum Kaffeeautomaten auch auf Themen, die erst im Entstehen sind, angesprochen. Eine Option, um, im Sinne von Stephan Meyer, sein persönliches Netzwerk in die Mitarbeiterschaft zu stärken.


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