15.04.2016

Ermutigende Führung

– Führung sollte Wachstum fördern –

Den Autoren (Führungspraktiker und Berater/-innen) geht es nicht darum, Führung und Führungstechniken zu beschreiben, sondern es geht ihnen um eine Grundhaltung, die Grundhaltung der Ermutigung. Durch Ermutigung Mitarbeiter anzuregen, sich auch bei Schwierigkeiten ein Herz zu fassen und die vor ihnen stehende Hürde zu überwinden – sei es im ersten, im zweiten oder auch im dritten Versuch. Ermutigung durch die Führungskraft als einem Beitrag zum Wachstum, Schritt für Schritt, um mehr aus seinen Möglichkeiten zu machen.

Der erste Teil des Buches widmet sich der Fragestellung, welche Schlüsselrolle (sozialer) Mut und Ermutigung spielen. Obwohl dieser erste Teil knapp 60 Seiten einnimmt, ist er doch erstaunlich praktisch. Bereits auf Seite 17 findet sich z.B. eine kleine Übung „Einmal angenommen, ich wäre mutiger…“, die unmittelbar zum Ausprobieren einlädt. Diese kleinen Übungen streuen die Autoren immer wieder in ihre Texte ein. Damit wird zum einen das Beschriebene illustriert, zum anderen auch der Praktiker mit seinem Sammeltrieb in Richtung neue Übungen befriedigt. Mich selbst hat z.B. die Übung auf Seite 50f („Sagen Sie „ich“ zu sich oder sagen Sie „du“ zu sich?“) fasziniert: Bin ich permanent in einer Selbstbeurteilung oder spreche ich mir selbst hin und wieder einfach nur Mut zu? Die Rolle des inneren Richters fördert die eigene Wertschätzung nicht gerade.

Im zweiten Teil finden sich Inhalte zum Thema ermutigende Führung. Was ist ihr Nutzen? Wie kann ich es lernen? Was bedeutet das für Umgang mit Hierarchien und Konflikten? Hier nutze ich in Führungskräftecoachings v.a. Selbstermutigung als Basis für mein eigenes Führungsverhalten. Nur wenn ich mir selbst freundschaftlich begegnen kann bzw. ein freundschaftliches Verhältnis zu mir selbst pflege, kann ich auch auf andere ermutigend wirken.

Im dritten Teil steht die ermutigende Führungskultur im Vordergrund. Was und wem nutzt sie und wie kann man eine Unternehmenskultur Richtung ermutigende Führungskultur verändern?

Im vierten Teil folgen drei Fallbeispiele (Commerzbank AG, Krones AG, BUND e.V.). Wie immer sind Fallbeispiele eine wertvolle Quelle, um die eigene Erfahrung mit Führung zu erweitern und abzurunden. Man merkt deutlich, dass dieses Buch aus dem Programm „Erfolgskomponenten im Vertrieb der Commerzbank AG“ entstanden ist, in dem alle vier Autoren involviert waren.

Ein sehr ausführliches Literaturverzeichnis rundet das Buch ab.

Mein Fazit – wie immer bei Büchern, die Winfried Berner (mit) verantwortet: Unbedingt lesen!

Bestellen Sie das Buch hier.

 

 


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