02.05.2014

Prozessmanagement

Knackige Anleitung zur ständigen Prozessverbesserung

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Man merkt dem Autorenduo an, dass sie wissen, von was sie schreiben. Die Zielsetzung ist klar. Man kann heute davon ausgehen, dass „das Management der Prozesse als ein entscheidender Erfolgsfaktor der Unternehmensführung angesehen werden“ (S. 5) kann. Wie wollen sie das erreichen? Indem sie „die Ein- und Durchführung des Prozessmanagements in 17 leicht nachvollziehbaren Schritten beschreiben“ (S. 6). Als Oberkapitel benennen sie dabei:

  • Prozessarbeit vorbereiten
  • Prozesse beschreiben
  • Prozesse strukturieren
  • Prozesse lenken und ständig verbessern
  • Prozesse stabilisieren

Als Unternehmensberatung, die sich dem Thema Lean-Administration widmet, lädt das Oberkapitel „Prozesse (…) ständig verbessern“ geradezu zu einem genaueren zweiten Blick auf das Buch ein. Und der lohnt sich! Z.B. der Tipp auf Seite 76: „Versuchen Sie nicht, das Flussdiagramm in der Gruppe zu verfeinern (…) Die detaillierte Ausarbeitung übernimmt am besten eine Person, und das Ergebnis wird dann in der Gruppe besprochen.“ Wie häufig habe ich es erlebt, dass solche Aufgaben zu lange in der Gruppe bearbeitet wurden, dadurch das Veränderungstempo nach unten ging, die Frustration aufgrund aufwändiger Detail-diskussionen in der Gruppe eher anstieg und dadurch der Aufwand an Zeit und Nerven aller Beteiligter in ein Missverhältnis zum erhofften Effekt zu geraten drohte.

Ähnlich pragmatische Tipps liefern die Autoren tatsächlich zu jedem der von ihnen vorgestellten Schritte. Damit werden diese nicht nur leicht nachvollziehbar, sondern der Leser bekommt die Chance, nicht alle Fehler bzw. weniger effiziente Vorgehensweisen aus dem Erfahrungsschatz der Autoren im Vorwege übernehmen zu können, ohne die teuren, da zeitaufwändigen Lernerfahrungen, selbst machen zu müssen.

Was ich mir bei dem Thema Prozessmanagement noch gewünscht hätte, sind kurze Praxisbeispiele. Zwar wird auf einer relativ abstrakten Formulierungsebene bei jedem Schritt auf die Praxis hingewiesen, doch bleibt dieser Hinweis recht nüchtern und deutungsoffen. Eine kleine Illustration aus der von den Autoren erlebten Praxis wird hier die Phantasie Richtung Transfer des Gelesenen sicherlich noch weiter anregen. Natürlich würde das den Umfang des wirklich knappen Büchleins erweitern – für mich wäre es das wert.

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