Empathie & Souveränität: Führungskompetenz auf den Punkt gebracht

Empathie & Souveränität: Führungskompetenz auf den Punkt gebracht

von Thomas Dienberg

Der Autor Thomas Dienberg geht von der These aus, dass es als Führungskraft von entscheidender Bedeutung ist, sich immer wieder mit den eigenen Werten und der eigenen Spiritualität auseinanderzusetzen (Selbstreflexion). Sein Buch will dazu anregen. Dazu beschreibt er 17 Themenfelder, zu denen er in Einzelgesprächen angefragt wurde, anhand von anonymisierten Beispielen aus seiner seelsorglichen Tätigkeit.

Von meinen Quellen bis hin zur Digitalisierung

Der Autor, Professor für Theologie der Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster, deckt ein breites Themenspektrum ab. Angefangen bei der Frage, aus welchen Quellen ich für meine Führung schöpfe, kommt er auf Themen zu sprechen wie:

  •  Wie gehe ich mit Erwartungen um und wie wichtig nehme ich mich selbst (Bescheidenheit und Demut)?
  •  Wie lerne ich Geduld und gehe mit Veränderung um?
  •  Oder wie verhalte ich mich zum Thema Autorität und vermittle gleichzeitig Wertschätzung?

bis hin zu den Bereichen von Macht und Machtlosigkeit. Sowie Neid und Abschiednehmen bzw. Loslassen.

Praktischer Einstieg, Exkurs und Selbstreflexion

Jedes der insgesamt 17 Themenfelder bereitet er nach dem gleichen Schema auf. Zum Einstieg schildert er anhand eines selbst erlebten Gesprächs die Problematik des Themas. Darauf folgt ein inhaltlicher Exkurs in Form einer tour d’horizon um mit einem kleinen Set von selbstreflexiven Fragen zu schließen. Dankeswerter Weise stellt das Buch eine leere Seite für Notizen an jedem Kapitelende zur Verfügung, sodass man direkt im Anschluss an die Lektüre ganz automatisch zur Selbstreflexion eingeladen ist.

Souveränitat, Empathie und compassio

Den Abschluss des Büchleins bildet ein sehr schönes Kapitel mit der Überschrift „Souveränität, Empathie und compassio“. Für den Autor gehen Souveränität und Empathie in der Führung von Menschen und Organisationen Hand in Hand, wie zwei Seiten einer Medaille. Besonders inspirierend fand ich den Abschnitt über compassio. Er meint damit das, „was die Konsequenz aus der Empathie ist: die Sorge um den Anderen. (…) Compassio drückt so etwas wie eine liebende Solidarität aus. (…) compassio meine Gefährtenschaft. (…) Mir liegt an dem, was ich tue, wofür ich es tue und mit wem ich es tue. Und es ist mir nicht egal, was das Ergebnis sein wird“ (S. 170-171).

Zu dieser Selbstreflexion lädt Dienberg auf äußerst gelungene Weise ein!

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