15.07.2016

Erwerbstätigkeit fördert das seelische Wohlbefinden

– Was kann ich dafür tun? Achtsam sein! –

Wie das mit der Achtsamkeit geht und eingeübt werden kann, das erklären die Autoren und liefern zudem ein fertig ausgearbeitetes Konzept, nach dem Achtsamkeitstrainings in Betrieben und Organisationen durchgeführt werden können.

Da die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) „an der Spitze einer neuen Generation Kognitiver Verhaltenstherapien“ (S. 27) steht, bietet sich dieser Ansatz gerade in der Arbeitswelt an. Während das Wahrnehmen und die Reflexion oder gar der Austausch über Emotionen im Arbeitskontext häufig immer noch verpönt ist, bietet ein kognitiver Ansatz deutlich weniger Anhaltspunkte für vorschnelle und ablehnende Urteile z.B. von Kollegen.

Die Autoren – allesamt erfahrene Psychologen in Anwendung und Forschung – führen auf den ersten zwanzig Seiten in den Ansatz ein, um bereits auf Seite 51 zu praktischen Erwägungen des vorgeschlagenen Trainingsprogrammes zu kommen. Ein Beispiel, für solch praktische Erwägungen ist der wertebasierte Ansatz des Programmes. Entsprechend zieht sich das Thema Werte wie ein roter Faden durch das Programm. Die Grundidee: Wertebasierte Verhaltensstärkung. Insbesondere die Gruppenübung „Wertekarten“ und die Arbeitspapiere, die zum Thema Werte vorgeschlagen werden, lassen sich z.B. auch auf konkrete Projektteams beziehen.

Nach dem Praxisprogramm ACT und Hinweisen zur Trainerqualifizierung folgt zum Weiterlesen das Kapitel über den Stand der Forschung. Besonders spannend fand ich im letzten Kapitel die Überschrift „Evolution in die Arbeitswelt“. Auch dieses abschließende Kapitel ist lesenswert. Aber persönlich hätte mich noch interessiert wie die Wechselwirkungen von ACT mit dem Handlungsfeld Organisationsentwicklung aussehen könnten. Leider widmet das Autorenteam diesem Thema nur zwei Seiten – schade.

Mein Fazit: Absolut lesenswert.

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