08.07.2016

Pfläging bleibt auf Kurs – immer wieder anregend

Bereits „Organisation für Komplexität“ war sein Geld wert.

Das trifft auch für den vorliegenden Band zu. Ein Thema pro Doppelseite, das Ganze ansprechend illustriert – nur schade, dass die Autoren nicht auch gleich noch den Transfer auf den eigenen Betrieb bzw. die eigene Organisation mitliefern ;-)… Nein: Hier bleibt der Leser/die Leserin aufgefordert, den Transfer selbst herzustellen.

Dem Autorenduo geht es um eine (Wieder)Belebung von Unternehmen und Arbeit in Komplexität. Hierzu leistet das überschaubare Buch auf gut 130 Seiten gute Dienste. Ich würde es in Managementteams zur gemeinsamen Lektüre empfehlen.

Für den schnellen Leser eignen sich die Seiten 130-131!

Als kritische Punkte bleiben anzumerken:

  1. Es entsteht schon das Gefühl, dass Rot das „Gute“ und Blau das „Böse“ sein könnte. Natürlich ist dem nicht so, aber das Herz der Autoren schlägt eindeutig auf Rot. Dabei hat eben das Blaue auch seinen passenden Einsatzbereich, der nicht automatisch immer mit dem Menschenbild der Theorie X in Verbindung zu bringen ist.
  2. Die Quellenangaben und Referenzen könnten exakter sein. So findet sich zwar auf S. 137 der Hinweis auf Gerhard Wohland; doch wenn ich Wohland in seinen aktuellen Veröffentlichungen richtig verstehe, sollte diese Referenz mehr als ein Hinweis gegen Ende des Buches sein.
  3. Die Farbgebung erinnert tatsächlich an das aktuelle Farbschema der AFD. Doch ist dies mit der zweiten Auflage in 2015 nicht den Autoren anzulasten.

Mein Resümee: Jeden Tag morgens eine Doppelseite lesen und dann sich selbst und den Führungsalltag in der eigenen Organisation beobachten. Abends die Key-Learnings notieren und nach gut drei Monaten das eigene Resümée ziehen.

Bestellen Sie das Buch hier.


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