03.03.2020

Positive Psychologie im Evangelischen Gesangbuch

Der Blick nach vorne macht die Kraft zum produktiven Gestalten frei. „Nun aufwärts froh den Blick gewandt“. Mit dieser Aufforderung beginnt das Lied Nr. 364 des Evangelischen Gesangbuches. Vor einigen Wochen hat mich diese Liedauswahl an einem Sonntagvormittag in der Jakobuskirche in Tübingen verblüfft. Dieser Liedanfang erinnert mich an die Grundideen der Positiven Psychologie. Nur, […]

Der Blick nach vorne macht die Kraft zum produktiven Gestalten frei.

„Nun aufwärts froh den Blick gewandt“. Mit dieser Aufforderung beginnt das Lied Nr. 364 des Evangelischen Gesangbuches. Vor einigen Wochen hat mich diese Liedauswahl an einem Sonntagvormittag in der Jakobuskirche in Tübingen verblüfft. Dieser Liedanfang erinnert mich an die Grundideen der Positiven Psychologie. Nur, dass der Text des Liedes bereits 1889 von August Hermann Franke geschrieben wurde. Also gut 100 Jahre bevor der Begriff „Positive Psychologie“, ursprünglich 1954 von Abraham Maslow geprägt, vor allem von Martin Seligman in den 1990er-Jahren wieder aufgegriffen wurde.

Nun, als ich während des Singens am Ende des Gottesdienstes um mich schaute, hatte ich den Eindruck, dass diese Aufforderung auch heute noch passend sein kann.

Fokus auf das, was gestaltet werden kann

Auch die zweite und dritte Strophe starten zukunftsorientiert. Mit „Vergesset, was dahinten liegt und euern Weg beschwert“ (2. Strophe) werden wir aufgefordert, uns mental auf den vor uns liegenden Weg einzustellen. Und wenn wir merken, dass wir immer noch von der Zukunft abgelenkt werden: „Und was euch noch gefangen hält, o werft es von euch ab!“ (Start der 3. Strophe).

Mich fasziniert diese Aufforderung zum bewussten Loslassen der Dinge und Gedanken, die mich von dem was vor mir liegt ablenken.

Wo nehme ich die Kraft für den Blick nach vorne her?

Für den Autor des Liedes ist es klar, woher er die Kraft und den Mut nimmt, sich so konsequent nach vorne auszurichten. Es ist sein Glauben an Jesus Christus.

In den Coachinggesprächen mit Geschäftsführen und Führungskräften taucht diese Frage ebenfalls immer wieder auf. Da gilt es, die Antwort in den Resultaten, Nachwirkungen meines Engagements zu suchen. Und der Frage nachzugehen, wie sich mein Engagement als Führungskraft und Manager mit dem Purpose des Unternehmens so verbinden kann, dass es für mich Kraft gibt und nicht Kraft kostet.

Kraft anhand eines Laufes

Die Antwort auf die Kraftquelle im Führungs-Alltag entdecken

Vielleicht könnte das eine interessante Fragestellung für die Fastenzeit sein. Wo und in welchen Momenten verbindet sich meine Tätigkeit als Führungskraft so mit der Grundidee des Unternehmens, dass mich meine Führungstätigkeit energetisiert? Ich werde dieser Frage die nächsten Wochen nachgehen…


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