07.11.2014

Eine gute Unternehmenskultur wirkt sich tatsächlich förderlich auf den Unternehmenserfolg aus!

Mit seiner Dissertation an der Universität Leipzig, lenkt Gregor Schönborn die Aufmerksamkeit auf eine Frage, mit der ich in meinem Alltag als Unternehmensberater immer wieder konfrontiert werde: „Bringt das überhaupt etwas, an einer Verbesserung der Unternehmenskultur zu arbeiten? Lohnt sich das denn?“ Meine Antwort wird in Zukunft mit Schönborn lauten: „Ja!“

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Wie in einer guten Dissertation üblich, widmet sich der Autor ausführlich den Grundlagen, Definitionen und Kontexten von Unternehmenskultur. Diese gut 80 Seiten stellen einen hervorragen Steinbruch des aktuellen Wissens zum Thema dar.

Den Hauptteil des Bandes (knapp 160 Seiten) nimmt naturgemäß der empirische Teil der Dissertation ein. M.E. wird es hier ab der Seite 250 richtig spannend. Hier fasst Schönborn seine bisherigen Erkenntnisse zusammen:

  1. „Wertekulturen in Unternehmen sind messbar und quantifizierbar.“
  2. „Zwischen der gelebten Wertekultur und Erfolg besteht ein Zusammenhang. Die Wirkung der gelebten Wertekultur einer Organisation ist erklärbar.“
  3. „‘Erfolgswerte‘ können identifiziert werden. Sie wirken auf Einstellungen, Verhalten und Ergebnisse und damit auf den Erfolg von Unternehmen.“
  4. „Ein Einfluss der optimierten Werte auf den Erfolg des Unternehmens kann aufgezeigt werden.“ Und jetzt wird es richtig spannend: „Die Übernahme oder Veränderung bestimmter Werte und Wertekombinationen führt für Unternehmen zu einer Veränderung der Wahrscheinlichkeit, zur Gruppe der Erfolgreichen zu gehören.“ (S. 251)!

Wie solch ein Wertemanagement-Prozess aussehen kann, beschreibt Schönborn detailliert und auch wie ein solcher Corporate Change modellhaft gestaltet werden könnte. Zum Ende seiner Untersuchung geht er detailliert auf die Zusammenhänge der Kulturdimensionen auf den Erfolg und den Kultur-Effekt ein. In seiner Schlussbetrachtung „Wertekapital“ ordnet er die Arbeit an den Werten und der Unternehmenskultur in den Kontext der bekannten Erfolgstreiber und die globale Veränderung „von nationalen Industriegesellschaften zur globalen Wissens- und Informationsgesellschaft“ ein, die „die neuen Produktionsfaktoren wie Information und Wissen, Werte und sozioökonomische Beziehungen stärker in den Vordergrund“ (S. 338) rückt. Ein Wandel, bei dem wir als Berater/-innen gerne mitwirken.

Der wissenschaftliche Anspruch an eine Dissertation macht das Buch zwar nicht gerade leicht zu lesen – aus meiner Sicht lohnt sich aber die detaillierte Lektüre!

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